Samsung zahlt für das neue OLED-Panel mit der Privacy Display Funktion im Galaxy S26 Ultra zwischen 88 und 96 US-Dollar pro Einheit. Zum Vergleich: Beim S25 Ultra waren es noch 84 bis 88 Dollar. Das ist ein Aufschlag von 9 bis 10 Prozent, nur für das Panel, wie TheElec berichtet.
Die Funktion selbst kennst du wahrscheinlich schon: Seitliche Blickwinkel werden bei aktiviertem Privacy Display stark begrenzt. Sitznachbarn in der Bahn oder im Flugzeug sehen also schlicht nichts mehr von deinem Bildschirm. Dass die Technologie ihren preis hat, ist eigentlich kein Wunder. Die Zahlen dahinter sind dennoch interessant.
Warum das Privacy Display teurer ist
Was den Preisunterschied treibt, ist die sogenannte Dual-Pixel-Architektur hinter Samsungs Flex Magic Pixel-Technologie. Jeder einzelne Pixel trägt zwei separate RGB-Subpixel-Sets in sich: Eines für den normalen Weitwinkel-Modus, eines mit schmalem Abstrahlwinkel für den Privacy-Modus – siehe Info-Grafik etwas weiter unten.
In der Fertigung bedeutet das natürlich mehr Aufwand. Und das kostet letztendlich zusätzlich Geld.
Gut zu wissen: UL Solutions hat die 360-Grad-Privacy-Leistung des Panels unabhängig zertifiziert. Getestet wurde bei 45 und 60 Grad Neigung aus allen Richtungen.

Display-Kosten der Ultra-Serie steigen kontinuierlich
In dem Bericht wurden unter anderem auch die Panel-Kosten der Ultra-Serie über die letzten drei Generationen zusammengestellt. Was dabei rauskommt, überrascht nicht wirklich, bestätigt langfristig aber den Trend nach oben.
Das Galaxy S23 Ultra war noch mit circa 84 US-Dollar per Panel dabei, mit dem S24 Ultra stiegen die Kosten für das Display auf 88 Dollar. Für das S25 Ultra kostete ein Standard-OELD-Panel zwischen 80 und 87 Dollar und war damit sogar etwas günstiger als beim Vorgänger. Durch das Privacy Display im Galaxy S26 Ultra stiegen die Kosten nun auf geschätzte 88 bis 96 US-Dollar.
Effizienzgewinne in der Produktion existieren (siehe Display vom S25 Ultra), aber neue Features fressen sie schnell wieder auf. Manchmal sogar mehr als das. Wer ein Ultra-Modell kauft, zahlt also nicht nur für bessere Hardware, sondern auch dafür, dass Samsung die nächste Innovation ausprobiert.
Geräte mit Privacy Display: Von 1 Million auf 29 Millionen Einheiten
Das Feature bleibt jedenfalls kein Alleinstellungsmerkmal für lange Zeit. Sigmaintell (via TheElec) schätzt, dass 2025 rund 1 Million Geräte mit Privacy Display ausgeliefert wurden. 2026 sollen es schon 21 Millionen sein, 2027 dann 29 Millionen.
Apple und andere Hersteller dürften bereits an eigenen Varianten arbeiten oder in Zukunft sogar das Privacy Display von Samsung Display verwenden, auch wenn das noch nicht offiziell bestätigt ist. In jedem Fall ist davon auszugehen, dass wir das Privacy Display in Zukunft vermehr zu Gesicht bekommen werden.

Galaxy S27-Serie: Alle 4 Modelle mit Privacy Display?
Für 2027 wird aktuell spekuliert, ob das Privacy Display auf alle vier Modelle der Galaxy S27-Serie kommt. Das Basis S27, das S27 Plus, S27 Pro und S27 Ultra wären somit allesamt mit dem Privacy Display ausgerüstet. Selbsterklärend ist das neben der andauernden „Chipflation“ für Speicher ein weiterer Faktor, der die Kosten für die Geräte in die Höhe treiben würde.
Da stellt man sich die Frage, ob man wirklich ein Privacy Display über die komplette Geräte-Reihe braucht, oder ob es nicht doch im S27 Pro und im S27 Ultra ausreichen würde. Somit könnten zumindest die Kosten für das Basis S27 und das S27 Plus möglichst moderat gehalten werden. Immerhin braucht nicht jeder ein Privacy Display… oder? 😉











