Auf der IMID 2026 in Busan hat Samsung Display ein faltbares OLED-Panel vorgestellt, das ein bekannte bekannte Schwachstelle bei faltbaren Displays ausmerzen soll. Die Technologie trägt den Namen Wide View OLED und sie zielt auf ein Problem, das die Kategorie seit Jahren begleitet: Der Bereich, an dem sich das Display faltet, der vor allem im gebogenen Zustand sichtbar dunkler ist, als der Rest des Displays.
Wer ein aktuelles Foldable besitzt, dürfte die Symptomatik kennen. Man klappt das Gerät etwas auf, schaut von von vorne auf das Display und genau in der Mitte des Screens, wo das Display gerade gebogen ist, fällt die Helligkeit massiv ab.
Das ist nicht unbedingt dramatisch, da das Display ohnehin die meiste Zeit komplett geöffnet oder geschlossen ist. Dennoch ist es wohl Grund genug für Samsung, genau an dieser Stelle zu optimieren
Bis zu 60 Prozent Helligkeitsverlust im Falt-Bereich
Samsung Display hat zur Verdeutlichung einige Zahlen genannt: Im gebogenen Bereich des Displays verlieren aktuelle faltbare Panels bei seitlicher Betrachtung sogar bis zu bis zu 60 Prozent ihrer Helligkeit. Bei direkter Draufsicht sind es immer noch rund 40 Prozent weniger als auf den flachen Abschnitten daneben.
Ursache ist der grundlegenden Aufbau der flexiblen OLED-Schichten, die beim Biegen anders abstrahlen als im flachen Zustand. Samsung hat jetzt genau diesen Punkt in der Materialentwicklung angegangen.

Neuentwicklung auf molekularer Ebene
Samsung Display hat dafür die Materialien und Struktur der organischen lichtemittierenden Schicht komplett überarbeitet. Das Ziel war nicht, das Panel insgesamt heller zu machen, sondern das Licht gleichmäßiger über das gesamte auf der Messe vorgestellte 7,6-Zoll-Panel zu verteilen, egal aus welchem Winkel man draufschaut und egal ob es gerade geknickt ist oder nicht.
Was dabei herauskommt: Der Falt-Bereich sieht nicht mehr wie ein eigener, leicht abgedunkelter Abschnitt aus. Das Display wirkt als Ganzes hell, ob gefaltet oder aufgeklappt.
Ein Samsung Display-Vertreter hat auf der IMID außerdem bestätigt, dass die Wide View OLED nicht nur für klassische Foldables konzipiert wurde. Die Technologie soll auch in ausziehbaren und aufrollbaren Displays der nächsten Generation zum Einsatz kommen, was sie zu einem Fundament für Samsungs gesamte Roadmap im Bereich flexible Displays machen könnte.
Wann kommt die Technik in das Galaxy Z Fold?
Auf der IMID 2026 wurde die Technologie bereits als kommerziell einsatzbereit eingestuft. Ein erster prominenter Einsatz im Galaxy Z Fold 9 Ultra im Jahr 2027 gilt als wahrscheinlich. Samsung soll die Panels zudem auch anderen Foldable-Herstellern zugänglich machen.
Samsung hat auf der IMID 2026 nicht nur mit einem Produkt für Aufmerksamkeit gesorgt, sondern mit einem ganzen Spektrum. Neben der Wide View OLED zeigte das Unternehmen das weltweit größte dehnbare Display, ein 20-Zoll Wide Stretchable, das zwei Panels per Kacheltechnologie zu einem fast nahtlosen Bildschirm verbindet.





