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Galaxy S27-Serie: Kommt das Privacy Display für alle Modelle?

Samsung macht offenbar Ernst damit, sein Privacy Display in Zukunft in deutlich mehr Geräten zu verbauen. Aktuelle Berichte aus Südkorea deuten darauf hin, dass alle vier Modelle der Galaxy S27-Serie das Feature bekommen sollen, nicht nur das Ultra-Modell. Galaxy S27, S27+, S27 Pro und S27 Ultra wären also alle mit dem hardwarebasierten Sichtschutz ausgestattet. Der Launch ist für Anfang 2027 geplant.

Anders als die Privacy-Folien, die man nachträglich aufkleben kann, arbeitet Samsungs Lösung direkt in der Display-Hardware. Die Flex Magic Pixel OLED-Technologie von Samsung Display begrenzt die Lichtabgabe in seitlichen Winkeln erheblich. Deine Bildschirminhalte bleiben vor neugierigen Blicken geschützt, ohne dass du große Kompromisse bei der Displayqualität eingehen musst.

Wie funktioniert das Privacy Display?

Bei 45 Grad seitlicher Betrachtung sinkt die Helligkeit auf 3,5 Prozent, bei 60 Grad auf unter 0,9 Prozent. Normale Displays behalten rund 40 Prozent ihrer Helligkeit, egal aus welchem Winkel man draufschaut. Das bedeutet, dass bei eingeschaltetem Privacy Display und einem seitlichen Blick auf das Smartphone praktisch nichts mehr zu erkennen ist.

Hierzu gibt es zwei verschiedene Arten von Pixeln im Display. Eine streut das Lickt in alle Richtungen, wie bei einem normalen Bildschirm (Privacy Display aus) und eine weitere gibt das Licht nur direkt nach vorne in deine Richtung ab (Privacy Display) an. Wie genau das funktioniert, erklären wir in diesem Artikel.

Um das zu ermöglichen hat Samsung Display die Black Matrix-Struktur überarbeitet. Diese Schicht trennt normalerweise nur die RGB-Subpixel voneinander. Samsung baute daraus eine mehrschichtige Lichtbarriere und packte sie mit der polarisatorfreien OLED-Technologie LEAD™ zusammen. Das Ganze sitzt direkt im Panel und ist damit kein nachgerüstetes Add-on.

Abgedunkelte Bereiche einzeln auswählbar

Was an der Technologie besonders gut ist: Die Kontrolle liegt komplett bei dir. Privacy-Modus an, wenn du zum Beispiel Banking-Apps nutzt oder vertrauliche Mails bearbeitest. Und aus, wenn du Fotos mit Freunden anschaust. Du kannst den Schutz sogar auf einzelne Apps oder Bildschirmbereiche beschränken. Diese Flexibilität macht das Feature letztendlich alltagstauglich.

Privacy Display: Warum jetzt für alle Galaxy S27-Modelle?

Dass Samsung das Feature so schnell auf die komplette Modellpalette ausweitet, hat System. Die vertikale Integration wird hierbei voll ausgespielt. Samsung produziert die Displays selbst und behält die Technologie vorerst exklusiv. Selbst Apple, das seine Panels von Samsung bezieht, bekommt das Privacy Display nach aktuellen Kenntnisstand vorerst nicht.

Das Privacy Display hat sich im Galaxy S26 Ultra bewiesen und war für viele sogar der Grund, wieso sie dieses Jahr überhaupt zum Ultra-Modell gegriffen haben. Jetzt kann die Technik auf die komplette Premium-Riehe von Samsung ausgeweitet werden. Ob das letztendlich wirklich der Fall ist, können wir jedoch noch nicht zuverlässig bestätigen. Es klingt aber auf jeden Fall plausibel.

Visual Hacking ist real

Wie dringend das Problem ist, zeigte eine Ponemon Institute-Studie schon in 2016: 91 Prozent aller Visual Hacking-Versuche waren erfolgreich. Die Angreifer brauchten im Schnitt keine 15 Minuten, um sensible Daten abzugreifen bei durchschnittlich fünf Informationsstücken pro Versuch. Jeder, der schon mal im Cafe gearbeitet hat und plötzlich merkte, dass jemand mitliest, weiß, wie unangenehm das ist.

Samsung adressiert dieses Problem mit dem Privacy Display auf Hardware-Ebene. Samsung will und wird hier weiterhin Standards setzen. Wahrscheinlich werden wir solche Lösungen bald auch in Foldables sehen.

Anfang 2027 dürfte Samsung die S27-Serie vorstellen. Ob das Privacy Display dann wirklich in allen Modellen steckt, ist noch nicht bestätigt. Die aktuellen Berichten deuten aber stark darauf hin. Falls ja, setzt Samsung damit einen starken Akzent gegenüber der Konkurrenz und macht Datenschutz zum Massenmarkt-Feature.

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