Seit dem Juli 2026 Sicherheitspatch trudeln in den offiziellen Samsung-Foren immer mehr Berichte von verzweifelten Betroffenen ein. Und wenn man ein paar der Threads durchgeklickt hat, wird einem schnell klar: Das sind keine Einzelfälle. Nutzer des Galaxy S25 Ultra und Galaxy S24 Ultra melden eine drastische Entladung vom Akku, teilweise sogar Überhitzung und verlangsamtes Laden.
Ein S25 Ultra Besitzer hat festgehalten, dass sein täglicher Akkuverbrauch nach dem Patch von etwa 80% auf 143% pro Tag gestiegen ist. Das Gerät schafft also rein rechnerisch bei weitem keinen vollen Tag mehr. Wir haben uns das Ganze etwas genauer angesehen und es gibt vielleicht sogar eine Lösung, die zumindest eine Verbesserung vom Akkuverbrauch bringt.
Das Problem liegt wohl im Standby
Was auffällig ist: Die Geräte verlieren 5 bis 7 Prozent Akku pro Stunde im Standby. Der meiste Akkuverlust entsteht also zu einem Zeitpunkt, wo das Gerät eigentlich nichts tun bzw. nur sehr wenig verbrauchen sollte.
Ein anderer Nutzer berichtet von einem Einbruch von 80% auf 9% in nur vier Stunden bei normaler Nutzung. Die Samsung Gerätewartung hat auf einigen Geräten überlastete CPU-Prozesse angezeigt und zum Neustart aufgefordert, was allerdings nur für eine kurze Besserung gesorgt hat. Dazu kommen Überhitzungsprobleme, über die in einem separaten Post diskutiert wird.
Dass mehrere Nutzer (mittlerweile haben insgesamt über 100 Leute die Posts kommentiert) nach der Installation vom selben Update das gleiche erleben, macht individuelle Gerätefehler als Ursache ziemlich unwahrscheinlich. Es spricht also einiges dafür, dass das Update selbst ein größeres Problem in Bezug auf den Akkuverbrauch mitgebracht hat.
Auf folgendem Bild ist der Akkuverbrauch eines Galaxy S25 Ultra nach dem Juli 2026 Update zu sehen. Der Bildschirm selbst war nur 2 Stunden und 9 Minuten eingeschaltet und das Gerät war nur 8 Stunden und 59 Minuten im Standby. Trotzdem wurden ganze 89% vom Akku aufgebraucht. Das ist definitiv viel zu viel!


Lösung: WhatsApp-Backup als möglicher Auslöser
Beim Durcharbeiten der europäischen Samsung-Foren sind wir auf eine heiße Spur gestoßen. Offenbar hängt das Problem mit dem Zusammenspiel von WhatsApp und den Google Play Services zusammen. Seit dem Juli-Update scheint das System beim Backup-Prozess unverhältnismäßig viel Energie zu verbrauchen, selbst wenn der Bildschirm längst aus ist.
Mehrere Nutzer haben berichtet, dass sich der Akkuverbrauch nach dem Deaktivieren des automatischen WhatsApp-Backups wieder normalisiert hat. Falls dein Gerät betroffen ist, wäre das der erste Schritt, den es sich lohnt auszuprobieren.
Auf unserer X-Seite hat ein User einen weiteren Lösungsvorschlag unterbreitet. Demnach soll es helfen, wenn man sich einmal komplett vom Google-Konto abmeldet und danach wieder anmeldet. Der Akku soll sich danach nicht mehr so schnell entladen und das Gerät soll auch nicht mehr überhitzen.

Das Juli 2026 Sicherheitsupdate behebt insgesamt 57 Sicherheitslücken, fünf davon sind als kritisch markiert. Die meisten werden es ohnehin bereits installiert haben. Doch wer sein Gerät noch nicht mit dem Juli-Patch aktualisiert hat, sollte eventuell ausnahmsweise bis zum August-Update warten, was in den nächsten zwei Wochen für die betroffenen Geräte ausgerollt werden dürfte.
Das passiert leider öfters
Für viele Besitzer eines Galaxy S25 oder S24 sind solche Akkuprobleme nach Sicherheitsupdates leider nicht wirklich etwas Neues. Nach dem April 2026 Sicherheitspatch gab es schon einmal ähnliche Probleme mit Überhitzung und einem erhöhten Akkuverbrauch.
Zweimal innerhalb weniger Monate dasselbe Thema zeigt, dass Samsungs Qualitätssicherung bei der Energieverwaltung noch Luft nach oben hat. Wer nicht warten will, kann das WhatsApp-Backup deaktivieren und beobachten, ob sich etwas verbessert. Die ersten Rückmeldungen aus der Community für diesen Fix sehen vielversprechend aus.
Ansonsten ist davon auszugehen, dass Samsung das Akkuproblem erst mit dem kommenden August 2026 Sicherheitsupdate lösen wird. Ein separater Hot-Fix ist natürlich ebenfalls möglich, aber zum jetzigen Zeitpunkt eher unwahrscheinlich. Wir werden den Artikel aktualisieren, sobald es weitere Informationen zu dem Thema gibt.











