Jensen Huang, CEO von NVIDIA, hat es bestätigt: Samsung darf HBM4-Speicherchips für NVIDIAs Vera Rubin-Plattform liefern. Nach den Problemen mit HBM3E ist das ein echter Befreiungsschlag. Damals kam Samsung nicht rechtzeitig durch die Zertifizierung und verlor massiv Lieferanteile an SK Hynix.
Eine solche Situation kann Samsung bei HBM4 nun offensichtlich vermeiden und startet wohl mit stabilen Lieferanteilen (siehe etwas weiter unten) für NVIDIAs neue Supercomputer-Architektur für Rechenzentren. Bestenfalls ebnet ab jetzt eine gute HBM4-Performance den Weg für weitere Geschäfte mit NVIDIA.
Was HBM4 technisch drauf hat
Die Specs von Samsungs HBM4: 11,7 Gbps pro Pin im Standard, bei Bedarf auch 13 Gbps. Zum Vergleich: JEDEC setzt den Standard bei 8 Gbps. Pro Stack schafft HBM4 bis zu 3,3 TB/s Bandbreite. Der offizielle Standard kommt auf rund 3 TB/s.
Dazu kommt noch eine entscheidende Verbesserung: 40 Prozent weniger Energieverbrauch gegenüber HBM3E. Rechenzentren zahlen Unsummen für Strom und daher kann eine solche Einsparungen für erhebliche Einsparungen sorgen.
HBM4 für NVIDIA: Wer liefert wie viel?
Seit Februar 2026 läuft Samsungs HBM4-Massenproduktion. Die Aufteilung bei Vera Rubin sieht ungefähr so aus: SK Hynix bekommt 60-70% des Volumens, Samsung landet bei 25-30%, Micron nimmt den Rest.
Dass NVIDIA alle drei großen Player zertifiziert hat, macht Sinn. Bei Bestellungen in der Größenordnung von zig Milliarden Dollar wäre es fahrlässig, nur auf einen Lieferanten zu setzen. Lieferketten-Risiken, Preisverhandlungen, da braucht man stets mehrere Optionen.

HBM4E steht schon in den Startlöchern
Während HBM4 gerade erst anläuft, verschickt Samsung bereits erste HBM4E-Muster an Kunden. Die nächste Evolutionsstufe bringt 16 Gbps pro Pin und 4,0 TB/s Bandbreite. Vera Rubin Ultra, die Plattform mit HBM4E-Support, soll Ende 2027 kommen.
Der HBM-Markt boomt brutal: 2025 gab es ein Plus von über 130% zum Vorjahr. 2026 soll es nochmal um über 70% nach oben gehen. Verrückte Zahl am Rande: KI-Rechenzentren fressen mittlerweile bis zu 70% der weltweiten Speicherchip-Produktion.
Samsung & NVIDIA: Mehr als nur ein Liefervertrag
Jensen Huang hat sich zuletzt auch mit Samsungs Foundry-Chef getroffen. Das signalisiert: Hier geht es um mehr als HBM-Lieferungen. Die Partnerschaft soll breiter werden, wahrscheinlich auch Custom-Chips und andere Halbleiter-Projekte einschließen.
Für Samsung ist die HBM4-Zertifizierung bei NVIDIA der Wiedereinstieg in die erste Liga. Die HBM3E-Phase war schmerzhaft, aber offenbar haben sie daraus gelernt. Was am Ende zählt: Rechtzeitig produktionsreif sein. Wer zu spät kommt, verliert Marktanteile, egal wie gut die Technologie ist.











