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Galaxy S27: Samsung könnte erneut auf alte Displays setzen

Samsung plant offenbar keine großen Display-Neuerungen beim Galaxy S27, zumindest wenn man den aktuellen Gerüchten Glauben schenkt. Stattdessen soll das Flaggschiff 2027 mit derselben Panel-Technologie und demselben OLED-Material wie das Galaxy S26 ausgerüstet werden.

Dazu kommt noch: BOE, der chinesische Display-Riese, könnte erstmals die Panels für ein Galaxy-S-Flaggschiff liefern. Fast zwei Jahrzehnte lang kamen die Displays ausschließlich von Samsung Display. Dieser Wechsel wäre bedeutsam für BOE und sicherlich aber auch etwas, was eingefleischten Galaxy-Fans weniger gut gefallen würde.

An dieser Stelle gleich vorab: Samsung hat sich dazu bisher weder offiziell positioniert, noch sind die Hardware-Entscheidungen für das Galaxy S27 zu diesem Zeitpunkt finalisiert. Es ist also noch nichts in Stein gemeißelt. Was folgt, sind Informationen von Branchenkennern, die aktuelle Bewegungen der Zulieferer von Samsung beobachten.

Warum Samsung auf Bewährtes setzen könnte

Warum verzichtet Samsung auf gegebenfalls auf neuere OLED-Materialien? Die Antwort liegt auf der Hand: Kosten. Neuere Display-Generationen (z.B. M14 OLED) würden zwar Helligkeit, Energieeffizienz und Farbgenauigkeit verbessern. Doch bei den aktuellen Marktbedingungen lohnt sich der finanzielle Mehraufwand schlicht nicht.

BOE produziert die Displays angeblich etwa 5 Dollar günstiger pro Stück als Samsung Display. Wenn man das jetzt auf über eine Millionen Einheiten pro Monat hochrechnet, dann kommen da ordentliche Summen an Einsparungen zusammen.

Bild: Amanz

Galaxy S27 mit BOE-Displays?

Dass BOE ins Spiel kommt, zeigt: Selbst bei Premium-Smartphones zählt mittlerweile jeder Euro. TM Roh, Chef von Samsungs Mobile- und TV-Geschäft, fliegt eventuell persönlich nach China zum BOE-Hauptquartier. So hochrangig war Samsung dort noch nie vertreten.

Dass man nun überhaupt wieder Gespräche führt, ist beachtlich. Samsung Display und BOE lagen jahrelang im Patentstreit, der 2023 beinahe alle Geschäftsbeziehungen lahmlegte. Erst Ende 2025 einigten sich beide Seiten.

Wenn die Display-Technologie für das Galaxy S27 unverändert bleibt, kann BOE die Panels ohne große Anlaufprobleme fertigen. Die Lieferkette wird diversifiziert und das technische Risiko bleibt überschaubar.

Auch noch richtig: Bisher ist ausschließlich vom Basis Galaxy S27 mit BOE-Display die Rede, die anderen S27-Modelle würden demnach weiter auf Samsung Display setzen.

Samsung gibt sich selbst keine Rabatte für Displays

Interessanter Fakt am Rande: Samsungs Mobile-Division bekommt von Samsung Display keine Sonderkonditionen. Die beiden Geschäftsbereiche arbeiten völlig unabhängig. Samsung MX zahlt dieselben Marktpreise wie jeder andere Kunde auch.

Genau deshalb können externe Zulieferer wie BOE überhaupt mithalten. Innerhalb des Samsung-Konzerns gibt es keine Familienrabatte, alle zahlen den gleichen Preis.

Galaxy S27: Also kein M14 OLED-Display?

Das Galaxy S26 kostet in der Basisversion mit 256 GB bereits 999 Euro, 50 Euro mehr als das S25 damals mit ebenfalls 256 GB. Samsung könnte jetzt versuchen, beim S27 eine weitere Preiserhöhung auf Kostend er Displays zu vermeiden.

Das ist soweit verständlich, aber es wäre wirklich an der Zeit, dass auch das Basis Galaxy S-Modellen (und auch das Plus) endlich auf die neueren M14 OLED-Displays setzen, die Google und Apple übrigens schon seit 2026 verbauen.

Marktstart des Galaxy S27 wird voraussichtlich im ersten Quartal 2027 sein. Wie immer bei Gerüchten aus dieser frühen Phase: Mit Vorsicht genießen. Nichts ist bisher offiziell bestätigt.

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