2027 wird die S-Serie erstmals mit vier Modellen antreten: Galaxy S27, S27+, S27 Pro und S27 Ultra. Samsung verabschiedet sich damit von der Drei-Modell-Logik, die seit Jahren nicht angetastet wurde.
Die Codenamen NM1 bis NM4 stehen für „New Miracle“ oder „Next Miracle“ und knüpfen an die Namenskonvention der S26-Serie an, die noch mit M1 bis M3 als „Mircale“ getauft wurde. Frische Kamera-Leaks zeigen jetzt, was hinter diesen Kürzeln stecken könnte.
S27 Ultra bekommt ersten neuen Hauptsensor seit vier Jahren
Beim S27 Ultra (NM4) steht offenbar der erste echte Hauptsensor-Wechsel seit dem S23 Ultra an. Vier Jahre lang blieb der HP2 gesetzt, jetzt soll der 200MP ISOCELL HP6 mit LOFIC-Technologie übernehmen. Das Sensorformat bleibt bei 1/1,3 Zoll. Samsung setzt also auf technologische Verbesserungen bei der Kamera statt auf einfach mehr Fläche.
Auch für die 50 MP Ultraweitwinkel-Kamera soll es einen neuen Sensor geben: Den Sony IMX855. Das S27 Pro (NM 3) soll diesen Sensor ebenfalls für die Ultraweitwinkel-Kamera erhalten.
Dazu kommt wohl eine Änderung, die zunächst nach einem Downgrade klingt: Samsung reduziert die Rückkameras von vier auf drei und streicht die 3x-Telekamera. Wer das Gerät regelmäßig genutzt hat, wird das kaum vermissen.
Der Sensor war nämlich deutlich kleiner als bei der 5x-Kamera, als Ergebnis blieb die Bildqualität hinter den Erwartungen zurück. Was die finale Teleobjektiv-Konfiguration betrifft, liefern die Leaks allerdings noch kein einheitliches Bild: Der aktuelle Bericht spricht von zwei Telelinsen, darunter eine 50-Megapixel-Optik mit 5-fachem optischem Zoom.

OIS in der Frontkamera: Premiere nach zehn Jahren
S27 Pro und S27 Ultra sollen eine 16MP-Frontkamera mit Autofokus und OIS bekommen. Optische Bildstabilisierung in der Selfie-Kamera können bei Aufnahmen einen großen Qualitätsunterschied ausmachen. Das HTC 10 hat das 2016 als erstes Smartphone vorgemacht. Samsung geht diesen Schritt erst 10 Jahre später, zumindest in der eigenen Premium-Liga.
Bei schlechtem Licht kannst du damit länger belichten, ohne dass das Bild verwackelt. Selfies werden schärfer, Videoanrufe stabiler. Gerade für alles, was abends oder drinnen aufgenommen wird, dürfte das ein großes Upgrade sein.
Beide Top-Modelle sollen außerdem eine 50MP-Ultraweitwinkelkamera mit Sony IMX855 (1/2,55 Zoll) erhalten. Der Sensor bringt All-Pixel-Autofokus und einen hohen Dynamikumfang mit. Das sind Eigenschaften, die man bisher eher von Hauptkameras kennt. Für die Ultraweitwinkel-Qualität wäre das ebenfalls eine ordentliche Verbesserung.
Das Basis S27 (NM 1) und das größere S27 Plus (NM 2) sollen nach aktuellem Kenntnisstand allerdings bei der alten 12 MP-Frontkamera bleiben. Schade. Das Frontkamera-Upgrade hätte auch den etwas günstigeren Flaggschiff-Modellen gut getan.
S27 und S27 Plus: Sony statt ISOCELL
Interessant wird es auch bei den Basismodellen. Laut Galaxy Club sollen S27 und S27+ einen 50MP Sony-Hauptsensor bekommen. Samsung würde damit erstmals seit Jahren in der S-Serie bei der Hauptkamera auf ISOCELL aus dem eigenen Hause verzichten. Die 12MP-Ultraweitwinkelkamera bleibt davon unberührt.
Kamera-Upgrades nur für die Top-Modelle
Wann man sich die letzten Leaks einzeln anschaut und bewertet, wird recht schnell klar: Die relevanten und eigentlich längst überfälligen Kamera-Upgrades landen beim S27 Ultra und beim S27 Pro, die Basismodelle bleiben solide, aber ohne große Weiterentwicklung bei den Kameras.
Mit vier Modellen segmentiert Samsung seine Premium-Modelle deutlich stärker als bisher. Bis Samsung selbst etwas bestätigt, bleiben das allerdings alles Leaks. Bis zum Release der Geräte im ersten Quartal 2027 ist es auch noch einige Zeit hin. Wenn es Neuigkeiten zum kommenden S27-Lineup gibt, werden wir natürlich darüber berichten.











