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Galaxy S27 Ultra: Exynos 2700 unwahrscheinlich trotz internem Druck

Bei Samsung wird wohl gerade heiß diskutiert und dabei es geht um nichts Geringeres als den Prozessor im kommenden Galaxy S27 Ultra. Die Chip-Abteilung (System LSI) des südkoreanischen Konzerns will endlich den eigenen Exynos 2700 im kommenden Flaggschiff sehen.

Die Mobile-Abteilung dagegen, die am Ende entscheidet, vertraut anscheinend lieber weiter auf Qualcomms Snapdragon-Chips. Diese Diskussion entsteht jedes Jahr aufs neue und bisher ist immer wieder der Snapdragon-Chip als Sieger vom Platz gegangen. Doch was passiert 2027?

Laut DigiTimes hat die Chip-Sparte ein klares Ziel: Der Exynos 2700 soll ins Galaxy S27 Ultra. Kein Wunder, dass sie ausgerechnet dieses Modell im Visier haben. Das Ultra ist Samsungs absoluter Verkaufsrenner. 70 Prozent der 1,35 Millionen Vorbestellungen beim Galaxy S26-Trio in Südkorea gingen allein auf das Ultra-Modell zurück.

Würde es der Exynos 2700 zumindest teilweise in das S27 Ultra schaffen, wäre das ein gigantischer Erfolg für die Chip-Abteilung: Mehr Stückzahlen, ein Vertrauensbeweis für die eigene Technologie und nicht zuletzt jede Menge Prestige.

Warum die Mobile-Abteilung zögert

Nur: Die Mobile-Abteilung sieht das anders. Für sie zählen andere Dinge: Performance, Effizienz und besonders wichtig, was die Kunden denken. Snapdragon-Chips hatten in den Premium-Märkten bisher einfach den besseren Ruf, wenn es um Akkulaufzeit und konstante Höchstleistung ging.

Wenn der teuerste Smartphone-Ableger nicht die hochgesteckten Erwartungen der wichtigen Premium-Nutzer erfüllt, wäre das ein großes Problem. Samsung scheut offenbar genau dieses Risiko.

Interessant sind auch die Zahlen dahinter: 2025 gab der Konzern 13,8 Billionen Won für externe mobile Prozessoren wie die von Qualcomm aus. Das sind umgerechnet 9,2 Milliarden Dollar und 26,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Zum Vergleich: Diese Summe entspricht ungefähr dem, was die gesamte Mobile-Division im gleichen Zeitraum als Betriebsgewinn erwirtschaftet hat.

Bild: Samsung

Exynos: Einige Herausforderungen bleiben bestehen

Die technischen Hürden sind nach wie vor da. Ende 2024 lag Samsungs Fertigungsausbeute bei der 2nm-Produktion bei mageren 20 Prozent. Mittlerweile hat man sich auf etwa 50 Prozent hochgearbeitet. TSMC, die für Qualcomm fertigen, sollen bei 2nm mittlerweile zwischen 60 und 70 Prozent schaffen.

Qualcomm lässt sich die Chance nicht entgehen und will Exynos wieder komplett aus dem Galaxy S27 drängen. Der Chiphersteller hat vorgesorgt: Bis zu sechs verschiedene Varianten des Snapdragon 8 Elite Gen 6 Pro stehen bereit, mit unterschiedlichen RAM-Konfigurationen (LPDDR6 und LPDDR5X) und vermutlich auch verschiedenen Taktraten. Dass Qualcomm so viele Optionen vorbereitet, ist ein deutliches Signal.

Wie wird der Chip-Kompromiss aussehen?

Am wahrscheinlichsten ist wohl folgendes Szenario: Galaxy S27 Ultra und S27 Pro bekommen weltweit ausschließlich Snapdragon-Chips. Bei den günstigeren Modellen, Galaxy S27 und S27+, könnte Samsung in bestimmten Regionen dann doch den Exynos 2700 einsetzen.

Das wäre die klassische Dual-Chip-Strategie, die Samsung seit Jahren fährt: Die wichtigsten Märkte bekommen den als zuverlässiger geltenden Snapdragon, während man mit Exynos in ausgewählten Regionen und Smartphones die eigene Chip-Entwicklung am Leben hält.

Denkbar wäre aber auch, dass Samsung sich dazu entscheidet, das S27 Ultra beim Snapdragon-Chip zu belassen und dafür aber das S27 Pro mit dem Exynos 2700 auszurüsten. Im März hatte sich Moon Sung-hoon, Executive Vice President of Hardware bei der MX Division, nämlich noch sehr positiv ausgedrückt, was die Zukunft von Exynos-Chips in Samsung-Geräten angeht.

In Konzernen wie Samsung sind solche Produktentscheidungen schwierig und ziehen zähe Verhandlungen mit sich. Am Ende setzen sich meist die Argumente durch, die näher am Markt sind. Kundenzufriedenheit schlägt interne Politik dabei oftmals. Wie es bei S27 Ultra und Pro ausgehen wird, werden wir Anfang des kommenden Jahres erfahren

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