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Galaxy Z Fold 8 (Wide): Dickeres Glas gegen die Display-Falte?

Die Falte mitten im Display, sie gehörte bisher zu jedem faltbaren Smartphone von Samsung irgendwie dazu. Nun macht sich aber in Südkorea ein Bericht breit, der aufhorchen lässt: ZDNet Korea will erfahren haben, dass Samsung für das kommende Galaxy Z Fold 8 (Wide) ein deutlich dickeres UTG (Ultra-Thin-Glass) plant.

In den Berichten ist die Rede von 60 Mikrometern UTG-Dicke für das Galaxy Fold 8-Modell. Das Z Fold 8 Ultra soll parallel bei 45 Mikrometern bleiben. Zur Einordnung: Das Z Fold 6 startete damals mit 30 Mikrometern Display-Glas-Dicke.

Dickeres Glas, weniger Falte, neue Form

Das dickere Glas würde weniger Faltentiefe bringen und das bedeutet letztendlich, dass die Falte damit flacher wäre. Und nebenbei würde das Display mechanisch stabiler und damit weniger anfällig für Schäden, die durch einen etwas unsanfteren Umgang mit dem Gerät entstehen könnten.

Das Wide-Modell (Fold 8) bekommt bekanntermaßen ein komplett überarbeitetes Gehäuse im Reisepassformat (4:3). Das könnte sich unter anderem auch für das dickere Display-Glas als nützlich erweisen. Die breitere Bauform könnte Raum schaffen für ein Scharnier, das mit dem dickeren UTG klarkommt, ohne dass sich das Gerät schlechter falten lässt.

Nutzt Samsung das Fold 8 als Testplattform?

Samsung plant angeblich 1,5 bis 2 Millionen Einheiten der Wide-Modelle. Zum Vergleich: Vom Fold 8 Ultra sollen 2 bis 2,5 Millionen vom Band rollen. Das wirkt fast wie ein Feldversuch in größerem Maßstab: Echte Nutzer, echte Alltagsbedingungen, echtes Feedback.

Samsung will offenbar wissen, ob das dickere Glas im Markt funktioniert, bevor es auch in das Fold 8 Ultra geht. Das war jetzt natürlich viel Theorie… Samsung wird vermutlich keinesfalls riskieren viele Kunden mit einem neuen Modell zu enttäuschen.

Dennoch: Wenn im sich das Display-Glas im Fold 8 (Wide) bewährt, könnte das 60-Mikrometer-UTG bereits 2027 ins reguläre Z Fold 9 Ultra wandern.

Bild: Android Headlines & OnLeaks

Die Konkurrenz ist weiter aber nicht zwingend besser

Während Samsung aufs Material setzt, geht die Konkurrenz einen anderen Weg. Honor hat beim Magic V6 die Falte um 44 Prozent reduziert. Doch nicht etwa durch dickeres Glas, sondern durch ein tropfenförmiges Scharnier, statt der U-Form, die wir aus Samsung Foldables kennen. Der Belastung auf das gefaltete Display verteilt sich anders und die Falte fällt somit im aufgeklappten Zustand flacher aus.

Samsung scheint solche Wassertropfen-Scharniere bewusst zu meiden. Vermutlich aus einem Grund: Zuverlässigkeit. Je komplexer der Mechanismus, desto mehr Risiko für ein Ausfall des Scharniers bei starker Nutzung. Samsung hat in der Vergangenheit lieber auf bewährte Technik gesetzt, die funktioniert, als auf spektakuläre Lösungen, die im Alltag versagen könnten.

Vorstellung am 22. Juli mit One UI 9

Das Galaxy Z Fold 8 (Wide) wird voraussichtlich am 22. Juli 2026 beim nächsten Galaxy Unpacked Event zusammen mit de, Galaxy Z Fold 8 Ultra und dem Galaxy Z Flip 8 vorgestellt. Samsung hatte zuletzt ziemlich überraschen die Namen vom kommenden Foldable-Lineup geändert, woran man sich noch etwas gewöhnen muss.

Alle drei Foldables kommen ab Werk mit dem neuen One UI 9, was aktuell auf der Galaxy S26-Serie in der Beta läuft. Während die nächste One UI-Version also auf dem Galaxy Z Fold 8, Fold 8 Ultra und dem Flip 8 debütiert, werden neuere Geräte wie die Galaxy S26-Serie kurz danach mit One UI 9 versorgt.

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