Samsung stellt im Juli gleich zwei neue Fold-Modelle vor: Das Galaxy Z Fold 8 Ultra (Nachfolger des Fold 7) und ein komplett neues Modell, das Galaxy Z Fold 8 mit breiterem Formfaktor. In Südkorea testen gerade die ersten Leute einige Muster-Geräte und die Rückmeldungen fallen bisher wohl sehr gut aus.
Um Verwirrungen gleich vorab auszuschließen: Samsung hat das Foldable-Lineup für dieses Jahr umbenannt. Das klassische Fold-Modell heißt jetzt Fold 8 Ultra und das neue, breitere Foldable im Wide-Format wird Galaxy Z Fold 8 getauft.
Gewicht: Leichter als erwartet
201 Gramm, so viel soll das Galaxy Z Fold 8 laut aktuellen Leaks wiegen. Das ist weniger als viele normale Smartphones. Das Google Pixel 10 Pro XL zum Beispiel wiegt 232 Gramm, das allererste Galaxy Fold brachte damals 273 Gramm auf die Waage.
Dazu muss man bedenken, dass das Fold 8 breiter ist, als seine Geschwister-Geräte, da es ein anderes Seitenverhältnis hat. Normalerweise bedeutet das mehr Gewicht. Foldables packen schließlich insgesamt drei Displays, ein mechanisches Scharnier und jede Menge Verstärkungen in ein Gehäuse. Dass Samsung das Gewicht anscheinend trotzdem drücken konnte, dürfte auch auf einen etwas kleineren Akku im Vergleich zum Fold 8 Ultra zurückzuführen sein.
Display-Falte wohl deutlich reduziert
Noch wichtiger als das Gewicht ist die Display-Falte. Hier hat Samsung offenbar ebenfalls nachgelegt. Die Tester beschreiben das Fold 8 laut diesem Bericht so, dass es sich „viel näher an einem normalen, flachen Display“ anfühlt. Samsung hat die UTG-Schicht angeblich auf 60 Mikrometer verdoppelt. Beim Fold 6 waren es noch 30 Mikrometer.
Das Ergenis ist eine deutlich weniger spürbare Display-Falte. Man klappt das Gerät auf und das Display fühlt sich dadurch glatter an, vor allem in der Mitte. Der Knick war jahrelang das erste, was Leuten auffiel und was viele davon abhielt, überhaupt ein Foldable zu kaufen. Wenn Samsung das Problem jetzt tatsächlich minimiert hat, wäre das ein großer Schritt.

Apple stürmt auf den Foldable-Markt
Samsung startet im Juli, Apple kommt im September mit seinem ersten faltbaren iPhone. Samsung Display hat die Fertigung der Panels für das iPhone Fold bereits gestartet. Beide Geräte sollen ein ähnliches Design haben: Breit, fast quadratisch im 4:3-Format. Und beide zielen letztendlich auf dieselbe Zielgruppe.
Die Zahlen sprechen für Samsung: Im ersten Quartal 2026 sprang der Marktanteil von 14 auf 25 Prozent. Südkorea, Japan, Nordamerika, Europa: Überall Wachstum. Der gesamte Foldable-Markt soll dieses Jahr um 30 Prozent zulegen. Samsung braucht diesen früheren Launch, um den Schwung mitzunehmen.
Galaxy Z Fold 8: Die technische Basis stimmt
Was aus Südkorea an ersten Informationen kommt, klingt vielversprechend. Samsung hat anscheinend an den richtigen Stellen geschraubt: Weniger Gewicht und eine reduzierte Display-Falte. Das sind genau die Punkte, die Foldables bisher oft im Weg standen. Wenn das Fold 8 tatsächlich das liefert, könnte es der Moment sein, an dem Foldables vom Nischenprodukt zur ernsthaften Option werden.
Die große Unbekannte bleibt der Preis. Wie Samsung das Fold 8 positioniert, wird entscheidend sein. Technisch sieht es wohl gut aus. Jetzt kommt es auf die Markteinführung nächsten Monat an und darauf, ob die breite Masse das genauso sieht wie die ersten Tester in Seoul.











