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Galaxy S27-Serie: Samsung könnte endlich wieder echte Upgrades liefern

Jahrelang war die Sache eigentlich klar. Apple baute um sein Ökosystem herum, Samsung lieferte grandiose und kraftvolle Technik. Wer imposante Spezifikationen wollte, kaufte ein Galaxy. Wer einfach wollte, dass alles funktioniert, kaufte ein iPhone. Diese Rollenverteilung hat lange gehalten, aber sie stimmt gerade nicht mehr so ganz. Es tut sich etwas.

Gerüchte zum iPhone 18 Pro Max sprechen von aktuell von bis zu 5.425 mAh Akkukapazität. Samsung hingegen verbleibt seit 2020 bei 5.000 mAh-Akkus für seine Flaggschiff-Geräte. Galaxy S20 Ultra, S21 Ultra, S22 Ultra, S23 Ultra, S24 Ultra, S25 Ultra und S26 Ultra kamen alle mit derselben Batterie. Seit insgesamt sieben Generationen hat sich am Akku nichts mehr getan. Das bedeutet absolut keine Bewegung bei einem der wichtigsten Kaufargumente überhaupt.

Apple hat in dieser Zeit nicht stillgestanden. Das iPhone 11 Pro Max startete 2020 mit 3.969 mAh, das iPhone 17 Pro Max kommt heute mit 5.088 mAh. Das ist eine Steigerung von 28 Prozent in fünf Jahren. Samsung ist damals zwar sehr gut gestartet, hat sich dann aber nicht mehr bewegt.

Wo Samsung auch eingeschlafen ist: Ladeleistung

Beim Laden sieht es nicht viel besser aus. Das Basis-Galaxy S-Modell lädt seit sechs Jahren mit 25W. Sechs Jahre, unverändert. Apple bringt mit dem iPhone 17 seit letztem Jahr 40W über die gesamte Modellreihe.

Was viele Käufer zusätzlich stört: Samsung zieht bewusst Grenzen zwischen den Modellen. Privacy Display, Gorilla Armor-Glas, schnelleres kabelloses Laden. Das alles bleibt bisher dem neuesten Ultra-Modell vorbehalten. Apple macht das anders. Nicht perfekt, aber großzügiger.

Und dann ist da noch China. Das OnePlus 15 hat 7.300 mAh, das Oppo Find X9 Pro 7.500 mAh, beide lassen Galaxy Ultra-Geräte in Ausdauer-Tests aufgrund der deutlich höheren Kapazität weit hinter sich. Das sind keine unbekannten Außenseiter-Geräte mehr. Sie verkaufen sich und werden zunehmend härtere Konkurrenz. Samsung muss etwas tun… und zwar jetzt.

Two smartphones with multiple rear cameras on a wooden surface, showing large circular camera lenses arrayed in groups.
Bild: Amanz

Eine Trendwende zeichnet sich ab

Zum Glück: Es gibt erste Anzeichen, dass Samsung reagiert. Die aktuellen Leaks zur S27-Serie klingen anders als das, was wir von den letzten Jahren gewohnt waren.

Privacy Display für alle Modelle: Es sieht momentan ganz danach aus, dass alle vier Galaxy S27-Modelle das Privacy Display bekommen. Mit dem Privacy Display lassen sich der komplette Bildschirm oder aber auch nur ausgewählte Bereiche vor seitlichen Blicken anderer schützen. Das Display erscheint dann fast komplett schwarz, sobald das Feature aktiviert ist.

Neue Frontkamera: 16 Megapixel dürften nun in der Front vom S27 Pro und S27 Ultra verbaut werden. Dazu kommt, dass der Sensor wohl quadratisch wird, was es möglich macht ein Foto mit der selben Aufnahme im Hoch- oder Querformat darzustellen. Samsung hatte die letzten 4 Jahre die gleiche Frontkamera im Ultra-Modell verbaut.

Neue und größere Akkus noch unsicher: Wie es sich mit den Akkus ein der Galaxy S27-Serie verhält, ist aktuell leider noch unklar. Leaks gab es dazu recht wenige. Zuletzt wurde berichtet, dass zumindest das S27 Pro den größeren Akku der Ultra-Modelle mit 5.000 mAh erhält. Ansonsten müssen wir momentan leider davon ausgehen, dass sich an der Akku-Front auch im kommenden Jahr wenig tut. Aber wer weiß… gemunkelt wurde bspw. auch, dass Samsung für die S27-Serie an neuen Silikon-Karbon-Akkus arbeitet. Hierbei scheint es aber noch Probleme hinsichtlich der Lebensdauer der Akkus zu geben. Letztendlich ist es noch zu früh, um das Akku-Thema richtig einordnen zu können.

Apple, Xiaomi und Oppo zwingen Samsung zum Handeln

Klar ist, dass Samsung mit der S27-Serie abliefern muss. Und das geht nur mit echten, nennenswerten Upgrades. Dahinter steckt schlicht und einfach Druck und der kommt von mehreren Seiten gleichzeitig. Apple holt bei Akku und Laden auf. Chinesische Hersteller liefern im Mittelpreissegment inzwischen Flaggschiff-Hardware.

Wenn Samsung in diesem Umfeld nur mit kleinen Updates antritt und immer wieder primär auf Software-Optimierungen setzt, verliert die Marke historische Vorteile, die sie jahrelang nicht verteidigen musste. Vor allem beim Akku wäre mit der S27-Serie der Moment gekommen, wo sich endlich etwas tun sollte.

Die Fold-Reihe zeigt zusätzlich, wie lang dieses Akku-Muster schon unverändert läuft. Fold 3, Fold 4, Fold 5, Fold 6, Fold 7 kamen alle mit 4.400 mAh. Erst beim Fold 8 Ultra werden größere Akkus erwartet.

Es wäre zu hoffen und es sieht auch so aus, als hätte Samsung mittlerweile verstanden, dass die bisherige Strategie langsam aber sicher nicht mehr ausreicht. Die S27-Serie wird zeigen, ob jetzt endlich wieder etwas Bewegung reinkommt. Macht Samsung weiter wie bisher, werden sie Kunden an die immer stärker werdende Konkurrenz aus China verlieren.

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