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Samsung zeigt Ultra Slim OLED-Panel: 20% dünneres Display für Laptops

Auf der Computex 2026 in Taipei (2. bis 5. Juni) präsentiert Samsung Display ein neues Ultra Slim OLED-Panel für Laptops, das deutlich dünner ist, als die Laptop-Displays, die Samsung bisher produziert hat. Am äußeren Rand des Moduls spart das Panel im Vergleich über 20 Prozent an Dicke ein. Bei Bildqualität und Reaktionszeit werden dafür allerdings keine Einbußen gemacht.

Wie hat Samsung das geschafft? Durch Anpassen des TFT-Substratglases und des Verkapselungsglases. Beide Komponenten wurden in der Dicke um mehr als 30 Prozent reduziert und hier liegt die eigentliche Ingenieursleistung: Je dünner Glas wird, desto anfälliger ist es für Verformungen und Brüche. Samsung musste also eigene Verfahren entwickeln, um die Stabilität trotz der extremen Dickenreduktion zu garantieren.

True Black 1000 und ClearMR 11000 bleiben erhalten

Trotz der schlanken Bauweise erfüllt das Panel die True Black 1000-Zertifizierung. Das ist ein Schwarzwert von nur 0,0005 Nits bei einer Spitzenhelligkeit von 1.000 Nits. Der Kontrast und die Farbtiefe, für die OLED-Displays bekannt sind, bleiben also komplett erhalten.

Für Gamer und professionelle Nutzer interessant: Das Panel schafft Bildwiederholraten zwischen 165Hz und 240Hz. Dazu kommt eine VESA ClearMR-Bewertung von bis zu 11.000, das bedeutet ein Verhältnis von 110:1 zwischen klaren und unscharfen Pixeln. Viele LCD-Panels erreichen nur ClearMR 7.000 (70:1). Bei schnellen Bewegungen merkst man den Unterschied deutlich, die Unschärfe ist bei Samsungs OLED spürbar geringer.

4K/360Hz QD-OLED ebenfalls am Start

Samsung setzt bei dieser Technologie klar auf Gaming. Auf der Computex zeigt das Unternehmen parallel auch ein 4K/360Hz QD-OLED-Panel, das weltweit erste, das in dieser Kombination noch dieses Jahr noch in Massenproduktion gehen soll. Bisher gab es noch keine Panels die 4K-Auflösung zusammen mit 360Hz Bildwiederholrate stemmen konnten.

Samsung nutzt also anspruchsvolle Gaming-Displays, um neue Panel-Technologien zu validieren. Was dort unter Extrembedingungen funktioniert, wandert später eventuell auch in andere Geräteklassen. Zusätzlich wird Samsung auf der Messe auch die sogenannte Penta Tandem-Technologie, bei der die Stapelstruktur der blauen OLEDs von vier auf fünf Schichten erweitert wurde, genauer zeigen. Die Technologie bringt höhere Effizienz, längere Lebensdauer und mehr Helligkeit.

Bild: Samsung Display

Über 16 Samsung-Produkte auf der Computex

Insgesamt zeigt Samsung auf der Computex 16 verschiedene Display-Produkte. Von 8,8 Zoll für Handheld-Gaming-PCs bis hin zu 49-Zoll-Monitoren. Dahinter steckt keine zusammengewürfelte Produktpalette, sondern der Versuch, sich möglichst breit auf dem Markt aufzustellen. Und das scheint hervorragend zu funktionieren…

Die Marktdaten bestätigen, dass das Panel-Geschäft gut läuft: Laut Samsung unter Berufung auf Omdia kontrolliert Samsung Display rund 75 Prozent des OLED-Panel-Markts für Monitore. Im ersten Quartal 2026 stiegen die OLED-Monitor-Lieferungen um 78 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Premiummarkt nimmt also richtig Fahrt auf.

Designfreiheit für Laptop-Hersteller

Für Laptop-Hersteller eröffnet das Ultra Slim Panel interessante Perspektiven. Wenn man ein Panel verbauen kann, das 20 Prozent dünner ist und trotzdem die volle OLED-Leistung bringt, kannst man Geräte bauen, die vorher technisch nicht machbar waren. Leichter, schlanker und ohne Kompromisse beim Display.

Welche Hersteller als erste zugreifen, sehen wir auf oder kurz nach der Computex 2026. Samsung hat die Massenproduktion für die neuen Ultra-Slim-Panels zwar noch nicht geestartet dürfte das aber noch dieses Jahr tun. Wir rechnen damit, dass die ersten Laptops mit Ultra Slim OLED in der ersten Jahreshälfte 2027 in den Handel kommen… vielleicht auch schon etwas früher.

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